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PilatesImmer wieder gelingt es Trends aus den USA, über den Atlantik zu uns herüber zu schwappen. Insbesondere neue Sport- und Trainingsmethoden werden von den Bundesbürger häufig und begeistert aufgenommen. Bei dem aktuellen Fitnesstrend Pilates hat es allerdings eine Weile gedauert, bis sich die Übungen bei uns durchsetzten. Bereits 1923 entwickelte Joseph Hubertus Pilates, ein gebürtiger Rheinländer, ein speziell auf Tänzer und Kriegsverletzte abgestimmtes Fitnessprogramm in New York. Diese systematisch aufgebaute Bewegungstherapie verbindet körperliches und mentales Training und enthält zahlreiche Elemente aus dem Yoga. In über 500 Widerstandsübungen werden Bauch, Gesäß und Rücken gestärkt und muskuläre Ungleichgewichte korrigiert. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Körpermitte (Fitnessdeutsch: „Powerhouse“), von der Dehnung und Entspannung ausgehen und sich auf den gesamten Körper ausbreiten sollen. Dazu werden fließende Bewegungen bewusst und langsam ausgeführt, so dass immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. Spezielle Pilates-Geräte wie beispielsweise Seilzüge und Federmechanismen unterstützen das durchaus anstrengende Training. Im Gegensatz zu den allgegenwärtigen Step-Aerobic-, Bauch-Beine-Po- und Videoclip-Dance-Kursen liegt die Kraft bei Pilates tatsächlich in der Ruhe: keine laute Musik und keine rhythmischen Kommandos stören die Konzentration auf die harmonischen Bewegungen und die fließende Atemtechnik. Seit ungefähr einigen Jahren überzieht die neue Trendsportart das Land mit Außenposten, die von staatlich geprüften Sporttrainern, Krankengymnasten und Physiotherapeuten in Fitnessstudios und Sportvereinen geleitet werden. Der Frauenanteil in den Kursen liegt bei über 90 Prozent. Das Training ist gleichermaßen für sportliche und weniger sportive Menschen jeden Alters geeignet und erfordert keine Vorkenntnisse. Wer einfach wieder etwas für sein Wohlbefinden tun und dabei seine Körperhaltung und sein Körpergefühl verbessern möchte, sollte Pilates vielleicht einfach mal ausprobieren. Fitnessstudios und Vereine bieten mehrmals in der Woche Kurse am Vormittag, Abend und auch am Wochenende an, die jeweils für Einsteiger oder Fortgeschrittene konzipiert sind. Nützlicher Nebeneffekt von Pilates: die spezielle Beanspruchung der Rumpf- und Bauchmuskulatur aktiviert und stärkt die Beckenbodenmuskeln und kann dadurch einer Harninkontinenz vorbeugen helfen. Falls Sie sich mit ersten Trainingseinheiten speziell zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auf Pilates einstimmen möchten, finden Sie hier passende Übungen. |
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