Anatomische Begriffe
Das Becken und seine Muskulatur - ein Bereich, der in regulären Fitnessprogrammen eher weniger Beachtung findet. Zu unrecht, da dem Beckenboden im Hinblick auf die Belastungsinkontinenz eine große Bedeutung zukommt. Doch wissen Sie eigentlich, wie das Becken aufgebaut ist? Wer sich auskennt, kann besser verstehen, wie sein Körper funktioniert, und ist so in der Lage, gezielt etwas für seine Gesundheit beziehungsweise seine Lebensqualität zu tun. Werden Sie Experte in eigener Sache und profitieren Sie von Ihrem Wissen - auch im Gespräch mit Ihrem Arzt.
Das BeckenDas Becken stellt einen geschlossenen, aber nicht völlig starren Knochenring dar, der aus drei Knochen besteht und über das Kreuzbein mit der Wirbelsäule verbunden ist. Die MuskulaturDer Beckenboden besteht aus drei Muskel- schichten (innere, mittlere, äußere), die gitterförmig übereinander liegen. Wichtig für das Beckenbodentraining sind die mittlere und äußere Muskelschicht. Die Muskulatur der mittleren Schicht stützt nicht nur alle Organe im Becken, sondern gewährleistet auch die Kontinenz. So sind beim Husten oder Niesen schnelle Kontraktionen notwendig. Da bei vielen Frauen diese Muskulatur abgeschwächt ist, spannt sie nicht mehr stark genug an. Um diese Belastung auszugleichen, muss die Beckenmuskulatur daher gestärkt werden. Ein Teil der Muskulatur zieht sich vom Schambein wie in u-förmigen Schlingen um den After und um die Scheide herum und kehrt auf der anderen Seite zum Schambein zurück. Die äußere Schicht des Beckenbodens besteht aus mehreren Muskeln. Die meisten haben ebenfalls eine große Bedeutung für die Kontinenz, so zum Beispiel der Dammmuskel. Daneben sind die Muskeln dieser Schicht für sexuelle Funktionen wichtig. Eine Stützfunktion für die Organe des Beckens haben diese Muskeln nicht. |
|||||