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Die Wirkung der Haltung
Das Becken wirkt wie ein Balancegestell, welches das Gewicht des Oberkörpers vor allem
im Kreuz- beinbereich aufnimmt und dieses über die Hüft- gelenke auf die Beine überträgt.
Während die Hüftgelenke die Verbindung des Beckens zu den Oberschenkeln darstellen,
ragt die Wirbelsäule vom Kreuzbein ausgehend empor.
Bei einer korrekten Haltung hat die Wirbelsäule eine Doppel-S-Form,
so dass die Schwerpunkte von Becken, Brustkorb und Kopf auf einer senkrechten Geraden liegen -
der optimalen Belastungslinie. Wenn die Wirbelsäule nicht in ihrer idealen Stellung ist, kippt
das Becken und das Gewicht der Eingeweide drückt auf den Beckenboden. Beim Stehen und Sitzen
ist daher eine aufrechte Position der Wirbelsäule von entscheidender Bedeutung für die
Belastung des Beckenbodens - und damit auch für eine eventuelle Belastungsinkontinenz.
Die Wirbelsäule wird gestützt durch die Bauch- und Rückenmuskulatur. Ist diese zu schwach
oder gibt es noch andere muskuläre Ungleichgewichte in der Umgebung des Beckens, kann
dies zu einer Fehlhaltung von Becken und Wirbelsäule führen. Daher sollte eine
Beckenbodengymnastik immer mit einer Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskulatur
verbunden werden.
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