Ihre Übung
Den Beckenboden erkunden
Setzen Sie sich aufrecht auf die vordere Hälfte der Sitzfläche Ihres Stuhles, die Beine etwa hüftbreit auseinander gestellt. Legen Sie die Hände locker auf Ihren Unterbauch. Ihre beiden Sitzhöcker sollten Sie auf dem Stuhl nun deutlich spüren. Um den Blasen- sowie Anusschließmuskel aufzuspüren, stellen Sie sich vor, Sie "blinzeln" mit den Schamlippen und dem Anus. Achten Sie darauf, nicht die Bauch-, Po- oder Oberschenkelmuskulatur anzuspannen. Benutzen Sie die Hände auf der Bauchmuskulatur zur Kontrolle. Wenn sich der Bauch nur wenig oder gar nicht nach innen bewegt, haben Sie die unterste Beckenbodenschicht erfolgreich isoliert. Spannen Sie nun mit jedem Blinzeln Ihre Muskulatur immer stärker an. Das fühlt sich an, als ob Sie etwas von der Unterlage heben und in den Körper saugen würden. Dabei ist die Bewegung nach außen hin unsichtbar und nur als leichter Zug an Scham- und Kreuzbein spürbar. Halten Sie die Spannung mehrmals für 2 bis 3 Sekunden und entspannen Sie dann doppelt so lang. Hinweis: Um zu spüren, was der Beckenboden nicht ist, setzten Sie sich auf Ihre Handflächen, so dass Ihre Fingerspitzen gerade die Sitzhöcker erreichen. Spannen Sie nun Ihre Gesäßmuskeln an. Jetzt spüren Sie in den Händen deutlich die Bewegung der Gesäßmuskulatur; die Sitzhöcker verlassen die Stuhlfläche. Spannen sie hingegen nur die Beckenbodenmuskulatur an, so findet die Bewegung "innen" statt. In den Händen spüren Sie davon kaum etwas. |
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