Vorgänge im Körper
Wenn die Blase normal funktioniert, wird sie im Alltag kaum wahrgenommen. Erst wenn es zu einem unkontrollierbaren Harnverlust kommt, macht sie sich bemerkbar und schränkt die Betroffene im Alltag möglicherweise stark ein.
Warum bleibt eine normal funktionierende Blase so unauffällig? Dies liegt daran, dass die hochkomplexen Blasenfunktionen zum Großteil ohne Beteiligung des Willens gesteuert werden. Das Organ macht sich lediglich dann bemerkbar, wenn es so stark gefüllt ist, dass eine Entleerung notwendig wird. Der Mensch spürt dann einen schnell stärker werdenden Drang, eine Toilette aufzusuchen. Bis dahin kann er den Urin jedoch üblicherweise zurückhalten, indem er willentlich den Schließmuskel der Harnröhre anspannt.
Steuerung der Blasenfunktion
Ob sich die Muskeln an Blase und Harnröhre zusammen ziehen oder ausdehnen, bestimmen bestimmte Botenstoffe, die so genannten Neurotransmitter. Viele Medikamente entfalten ihre Wirkung, indem sie diese Neurotransmitter beeinflussen.
Bei einer Dranginkontinenz meldet die Blase zu früh, dass sie gefüllt ist. Sie kann sich unwillentlich zusammenziehen und den angesammelten Urin vorzeitig entleeren. Eine Belastungsinkontinenz hingegen kann aus der Schwächung des Beckenbodens entstehen. Als Folge fehlt der Harnröhre der Gegendruck der sich abgesenkten Gebärmutter. Die gefüllte Blase hat so weniger Verschlusskraft als im Normalzustand. Aus einer solchen Verlagerung von Organen und körperlichen Belastungen, wie z.B. beim Husten, Niesen, Lachen und schwerem Heben kann eine Belastungsinkontinenz entstehen.


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