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Medikamente

Mit Medikamenten wird versucht, gezielt Einfluss auf das System der körpereigenen Botenstoffe zu nehmen, das die Funktion der Blase regelt. Viele eingesetzte Präparate wirken über das zentrale Nervensystem. Bei der Steuerung der Blasenfunktion spielen verschiedene Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, eine wesentliche Rolle. Die meisten Medikamente gegen Harninkontinenz nehmen Einfluss auf das System der Neurotransmitter und damit auf die Weiterleitung der Steuerungssignale. Über diesen Umweg wirken sie auf bestimmte Teile der Blase und der Harnröhre. Die Behandlung mit Medikamenten richtet sich nach der jeweiligen Form der Harninkontinenz.

Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Belastungsinkontinenz

Seit Mitte 2004 kann die Belastungsinkontinenz auch mit einem speziellen Medikament behandelt werden. Das Präparat unterstützt gezielt den Harnröhrenschließmuskel und wirkt so gegen den unwillkürliche Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder beim Sport.

Bis dahin standen nur Medikamente zur Verfügung, die eigentlich zur Behandlung der Dranginkontinenz vorgesehen waren.

Bei Belastungsinkontinenz kann es außerdem helfen, das Gewebe des Beckenbodens ausreichend mit Östrogenen zu versorgen. Dies geschieht mit niedrig dosierten Salben oder Tabletten, die direkt in die Scheide eingebracht werden.

Dranginkontinenz

Alle anderen bisher bekannten Medikamente gegen Harninkontinenz wirken hauptsächlich bei Dranginkontinenz, also bei unwillkürlichem Harnverlust, der mit einem übermäßig häufigen und starken Harndrang einhergeht.  Bei Dranginkontinenz werden häufig so genannte Anticholinergika verschrieben. Sie verhindern, dass sich die Blasenmuskulatur unwillkürlich zusammenzieht und können so den Urinverlust bei überfallartigem Harndrang vermindern.

Sitemap   Impressum / Datenschutz / Nutzungsbedingungen   Geändert: 15.06.2009