Der Arzt bezeichnet den Verlust der Fähigkeit, Urin bewusst zurück zu halten und den Zeitpunkt der Entleerung selbst zu bestimmen, als Harninkontinenz.
Verschiedene Formen der Harninkontinenz
- Die bei Frauen am häufigsten vorkommende Form ist der unwillkürliche Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder schweren Heben - die so genannte Belastungsinkontinenz2. Bei körperlichen Anstrengungen, Anspannungen oder Belastungen erhöht sich der Druck auf den Bauchraum. Wenn dabei die Verschlusskraft des Schließmuskelapparates nicht mehr ausreicht, wird ein unwillkürlicher Harnverlust ausgelöst.
- Davon zu unterscheiden ist die Dranginkontinenz. Wer von ihr betroffen ist, muss überdurchschnittlich häufig auf die Toilette gehen. Der Harndrang tritt dabei oft überfallartig ein und ist so stark, dass bereits Urin verloren geht, bevor die Toilette erreicht wird.
- Darüber hinaus gibt es eine Mischform aus Belastungs- und Dranginkontinenz sowie weitere, jedoch sehr seltene Formen.
Harninkontinenz im Alltag
Insgesamt ist eine Harninkontinenz ein sehr häufiges Problem. Experten gehen davon aus, dass allein in Deutschland Millionen von Frauen darunter leiden3.
Stattdessen passen viele ihren Alltag der Harninkontinenz an. Manche planen ihren Einkaufsweg so, dass jederzeit eine öffentliche Toilette in der Nähe ist, andere gehen insgesamt seltener vor die Tür. Bei allen Aktivitäten muss die Harninkontinenz mitbedacht werden. Auch wenn gewohnte Aktivitäten beibehalten werden, kann das Leben nicht mehr so spontan geführt werden, wie man es vielleicht gerne möchte.
Doch so weit muss es nicht kommen, denn es gibt heute eine Reihe von Möglichkeiten, dem Problem zu begegnen. Das Wichtigste: nehmen Sie Hilfe in Anspruch!
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