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Kongressbericht

Die Lebensqualität von Frauen, die unter Harninkontinenz leiden, war eines der Themen, die auf dem diesjährigen Fortbildungskongress der niedergelassenen Gynäkologen (FBA) von den Fachärzten diskutiert wurden.

„Blasenschwäche bringt Sie nicht um, sie nimmt Ihnen nur das Leben“, wird die amerikanische Gynäkologin Jeanette Brown zitiert.

Was bedeutet das im Alltag? Beim Fortbildungskongress wurde deutlich, dass die Erkrankung mit vielen Einschränkungen verknüpft ist. Die Frauen passen ihre Kleidung ihrer Krankheit an. Sie bevorzugen dunkle, weit geschnittene Röcke und Hosen: Wenn sie ungewollt Urin verlieren, können sie diesen dadurch besser verstecken. Zudem fühlen sie sich unwohl, zum Beispiel aufgrund nasser Vorlagen. Der Urin kann außerdem die Haut reizen: Sie wird rot und wund. Hinzu kommen dauernde Angst, Scham und ein Gefühl von Kontrollverlust. Dies kann letztlich sogar Depressionen zur Folge haben. Viele betroffene Frauen ziehen sich zudem aus ihrem Sozial- und Berufsleben zurück. Sie unternehmen nichts mehr mit alten Freunden, weichen ihren Partnern aus und bleiben zum Teil sogar der Arbeit fern. Im schlimmsten Fall kann dies bis zur sozialen Isolation führen.

Erkennen Sie sich in Ansätzen wieder? Dann sprechen Sie unbedingt mit einem Arzt Ihres Vertrauens darüber. Tipps für den Arztbesuch finden Sie hier - mit einer Checkliste, die Ihnen helfen kann, Ihre Bedürfnisse und auch Ihre individuellen Wünsche an eine Therapie anzusprechen. Schließlich kann Harninkontinenz inzwischen sehr gut therapiert werden, beispielsweise mit Medikamenten und einem angeleiteten Beckenbodentraining.

Sitemap   Impressum / Datenschutz / Nutzungsbedingungen   Geändert: 22.06.2009