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Was ist das?

Weitere Kuriositäten

Kleine Klokunde - WC weltweit

Hätten Sie’s gewusst? Toilettenpapier in Europa und den USA ist unterschiedlich dick. Das hängt damit zusammen, dass Europäer und US-Amerikaner sich in der Toilettenpapier-Anwendung unterscheiden: Die Mehrheit der Amerikaner sind so genannte „Knüller“, das heißt sie bauschen das Klopapier vor der Benutzung auf, während in Europa eher gefaltet wird - so „knüllen“ in Deutschland, Marktforschungen zufolge, nur 6 Prozent der WC-Gänger.

Egal ob gefaltet oder geknüllt, in vielen südlichen und arabischen Ländern sollte das Papier nicht mittels der Toilettenspülung entsorgt werden, da manche Regionen nicht über ein ausreichend gut ausgebautes Kanalsystem verfügen. Zur Papierentsorgung befinden sich kleine Mülleimer neben den Toiletten, die auch täglich geleert werden.

Eine geographische Besonderheit, die sich vor allem in arabischen Ländern - und interessanterweise auch in Finnland - neben der Toilettenschüssel findet, ist ein Wasserschlauch. Dieser dient zur Reinigung der Örtlichkeiten und zur persönlichen Hygiene. Das Hygiene-Highlight-Land ist übrigens Japan: Hier gibt es extra Pantoffeln für die Toilette - auch in öffentlichen Einrichtungen. In manchen importierten westlichen WCs ist sogar ein Bidet direkt eingebaut. Traditionell ging der japanische Kaiser aber auf ein Hock- oder Stehklo. Diese Form der Toilette findet sich auch in vielen südlichen Ländern, in denen man dann plötzlich vor einem Loch im Boden steht. Mit ein bisschen Balance und Gleichgewichtssinn handelt es sich hierbei aber um eine sehr hygienische Form der sanitären Einrichtung, da jeglicher Körperkontakt vermieden werden kann. Außerdem sagt man den Stehtoiletten nach, dass die spezielle Körperhaltung, die auf ihnen eingenommen werden muss, gerade bei Frauen die Beckenbodenmuskulatur stärken könne.

Jackes Japan

Ein Bauunternehmen und ein Hersteller von Klositzen haben sich in Japan zusammengetan, um eine neue Ära der Abort-Geschichte einzuläuten. Ihre intelligente Toilette steckt voll moderner Computertechnik und liefert bei der alltäglichen Verrichtung ganz nebenbei einen Basis-Gesundheitscheck: Wenn ein Besucher auf der Schüssel Platz nimmt, fährt automatisch ein kleiner Becher aus dem Innern heraus und nimmt genau fünf Kubikzentimeter Urin auf. Der wird in nur einer Minute auf den Zuckergehalt untersucht, während der Benutzer seinen Blutdruck messen kann. Dazu muss er nicht einmal aufstehen, denn das Gerät befindet sich direkt neben dem Toilettenpapierhalter. Beim Händewaschen folgt die Überprüfung des Gewichts mit einer Waage, die in den Fußboden eingelassen ist. Wer zusätzlich zwei Stäbe greift, die neben dem Waschbecken befestigt sind, kann auch den Fettgehalt im Körper messen.

Das Labor-Klo kann sich die Daten verschiedener Benutzer merken und macht so auch die Beobachtung der Werte über einen längeren Zeitraum möglich. Laut Bericht der Unternehmen gingen bereits etwa hundert Bestellungen für die intelligente Toilette ein, obwohl sie bis zu 4300 Euro teurer ist als ein gewöhnliches Sitzklo. Doch für einen bequemen Sitz sind die Japaner traditionell bereit, auch etwas mehr auszugeben. Schon heute gibt es dort „Luxus-Lokusse“ mit Warmluftgebläse, individuell verstellbarer Sitztemperatur, Massagefunktion, einstellbaren Wasserdüsen oder automatischem Deckelöffner. Da vielen japanischen Frauen der Gedanke unangenehm ist, jemand könnte Geräusche ihrer Verrichtungen vernehmen, gibt es auf den meisten öffentlichen Toiletten eine so genannte „Geräuschprinzessin“. Der kleine Kasten ahmt auf Knopfdruck den Klang einer Toilettenspülung nach. Er wurde eingeführt, um eine weit verbreitete Wasserverschwendung zu beenden: Japanische Frauen hatten bis zu der schallenden Erfindung den plätschernden Klang ihrer Erleichterung durch die kontinuierliche Betätigung der Klospülung übertönt.

Fitness von den Füßen

Der Ruf von Absatzschuhen ist nicht der beste, da diese künstliche Erhöhung des Fußes zu Gelenkschäden und Durchblutungsstörungen führen kann.
Unter diesem Aspekt scheint es, als habe sich Maria Angela Cerruto, Urologin von der Universität Verona, zu einem Schutzengel der hohen Stöckel aufgeschwungen. Zeigt doch eine aktuelle Studie von ihr, dass das Tragen hoher Absätze die Anspannungsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur verbessern kann.
Ausschlaggebend sei hierbei ein Winkel von ca. 15 Grad, den der Fuß zum Boden einnimmt. Übersetzt heißt das etwa eine Absatzhöhe von cirka 5 cm. Außerdem müssen die Schuhe regelmäßig getragen werden, denn wie bei jeder anderen Muskelpartie auch, stellt sich eine Stärkung erst nach regelmäßigem Training ein.

Bedeutet das, dass die Vorliebe für Stöckelschuhe vielleicht evolutionär bedingt ist und wir aus Instinkt heraus unseren Absatz nach oben verschieben möchten? Und können wir uns nun, gerüstet mit besten Argumenten, noch das Knöchelbruch-verdächtigste Schuhwerk zulegen? Leider nein: Absatzschuhe sind nämlich trotzdem eines der unbequemsten und ungesündesten Schuhwerke. Durch den hohen Absatz rutscht der Fuß nach vorne, die Zehen werden gequetscht. Die Durchblutung verschlechtert sich und es können sich sogar Krampfadern bilden.
Die Studie konnte zudem nicht den Beweis liefern, dass das Tragen von Stöckelschuhen regelmäßige Beckenbodenübungen ersetzt.
Verlassen Sie sich also bei der Wahl Ihrer Schuhe am besten auf Ihren Geschmack - und für die Stärkung Ihres Beckenbodens lieber auf ein angeleitetes Training.

Quelle: Artikel vom 04.02.08 unter Stöckelschuhe sollen Liebesleben verbessern

Harndrang beim Spaziergang

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - wenn die Strahlen der Sonne zu uns durchdringen, lockt es uns häufig aus dem Haus. Egal, ob das gute Wetter für einen Schaufensterbummel oder einen ausgiebigen Spaziergang im Park genutzt wird - schnell ist man bereits seit einigen Stunden unterwegs. Und plötzlich - aus heiterem Himmel - überkommt Sie ein überaus menschliches Bedürfnis. Was tun? Der Busch im Park? Oder kann ich im Café auf der anderen Straßenseite einfach um die Toilettenbenutzung bitten?

Der vermeintlich blickdichte Busch ist nicht die beste Idee. Wieso? - beim so genannten „Urinieren in der Öffentlichkeit“ handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die, abhängig von der jeweiligen Kommune, mit unterschiedlich hohen Bußgeldern geahndet werden kann.

Besser ist es da schon das Café aufzusuchen. Eigentlich hat man in einer „Notlage“ auch immer und überall das Recht um eine Toilettenbenutzung zu bitten. Allerdings kann es passieren, dass der Cafébesitzer die Notlage nicht als solche akzeptiert. Die sicherste Möglichkeit bleibt also, etwas Geld für einen kurzen Cafébesuch im Portemonnaie zu reservieren. Außerdem kann eine kleine Pause nach einem langen Spaziergang ohnehin gut tun.

Wenn man sich das Geld für den Kaffee sparen möchte und ohnehin die Schaufensterzeile entlang bummelt, kann man auch in einem größeren Kaufhaus einkehren. Dort stehen häufig jedem - ob Kunde oder nicht - gegen ein geringes Entgelt Toiletten zur Verfügung. In jedem Fall billiger als eine Tasse Kaffee - außer man nutzt die Gelegenheit zum Shopping im Kaufhaus.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden, wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.

Internationales Jahr der sanitären Grundversorgung

Weltweit haben 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, die hygienisch unbedenklich sind, Privatsphäre bieten und die Umwelt nicht belasten. 1,8 Millionen Menschen sterben jährlich an Durchfallerkrankungen und anderen Krankheiten, die durch mangelhafte Sanitärhygiene bedingt sind (Zahlen: German Toilet Organization).

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen für 2008 das Internationale Jahre der sanitären Grundversorgung ausgerufen. Zu diesem Anlass wird die German Toilet Organization unter dem Titel „Toilette bedeutet Würde“ weltweit eine Wanderausstellung auf den Weg schicken. Die Ausstellung war 2006 in Deutschland, der Schweiz und Singapur zu sehen und zeigt Personen, die ihr „Geschäft“ verrichten und sich dabei notdürftig hinter schützenden Objekten wie Blumenkübeln oder Taschen verbergen. Auf den Figuren steht gedruckt „Where would you hide?“ („Wo würden Sie sich verstecken?“). Was zuerst die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt, dann vielleicht auch ein kleines Schmunzeln auf sein Gesicht zaubert, zeigt den ernsten Hintergrund - so öffentlich sollten Bedürfnisanstalten nicht sein müssen. Weiter Informationen finden Sie unter www.germantoilet.org.

Ziel der Aktionen soll sein, beim Betrachter ein Bewusstsein für die weltweiten sanitären Probleme zu wecken. Gleichzeitig möchte die German Toilet Organization das Tabu brechen, das die Toilette umgibt. Denn Probleme können nur angegangen werden, wenn wir über sie sprechen - egal ob es Toiletten sind oder Harninkontinenz.

Toilettenskizzen

Das stille Örtchen war im westlichen Kulturkreis über die Jahrhunderte immer wieder zahlreichen architektonischen Wechseln ausgesetzt. Doch nicht nur das Aussehen, auch der Umgang mit der Toilette änderte sich in der zurückliegenden Zeit. War das Klosett im Alten Rom, eingebunden in Bäder und Therme, noch ein beliebter Treffpunkt für Gespräche, wurde der Gang zur Toilette in den nachfolgenden Jahrhunderten tabuisiert.

Mittlerweile sind öffentliche Bedürfnisanstalten zum Ort einer ganz speziellen Kunstform geworden, der so genannten Toiletten-Prosa, die auch als Klograffiti oder Latrinalia bezeichnet wird. Diese Form der schriftlichen und grafischen Kommunikation ist in den letzten Jahren verstärkt in das Licht der Forschung gerückt. Der Wiener Graffiti-Experte Norbert Siegl veröffentlichte 1992 eine Abhandlung zum Thema, in der die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit und der Inhalte der Graffiti untersucht wurden.

Generell wird auf Männertoiletten sehr viel mehr Einzelgraffiti produziert als auf Frauentoiletten. Allerdings schildern Frauen Sachverhalte häufig sehr viel ausführlicher, genauer und dementsprechend „wortreicher“, wodurch die Gesamtmenge der Texte gar nicht so weit auseinander liegt. Norbert Siegl fand heraus, dass beim männlichen Geschlecht das Thema Politik mit 55,61 Prozent dominierte. Insbesondere „linke“ und „rechte“ Positionen werden in Form von Verbalangriffen und Überpointierungen bekämpft. Dabei wird auf eine Vielzahl an tagespolitischen Themen zurückgegriffen. Auf Seiten des weiblichen Geschlechts dominieren „traditionelle Frauenanliegen“ wie Schwangerschaft und Geburt sowie persönliche Probleme und Beziehungskrisen und die Stellung der Frau in Institution und Gesellschaft. Interessanterweise werden solche Themen häufig in sehr persönlichem Ton formuliert, teilweise mit der Bitte um Antwort bzw. die Meinung anderer. Kurz und bündig lieben es dagegen die Männer, die vor allem im politischen Bereich auf parolenartige Aussagen zurückgreifen.

Kostenpflichtige Toiletten auf Autobahn-Raststätten

Dezente Hintergrundmusik empfängt den eiligen „Kunden“. Bläulich schimmernde Farbe taucht die Umgebung in ein wärmendes Licht. Selbst reinigende WCs und Impuls-Wasserhähne vervollständigen den modernen Komfort. Willkommen in der neuen Toilettenwelt an deutschen Raststätten. Doch dieser Luxus hat seinen Preis. Meistens beläuft er sich auf 50 Cent, ehe man das Drehkreuz zu seinem ursprünglichen Bestimmungsort durchschreiten kann. Wir haben uns einmal umgehört, wie diese Preispolitik an den Autobahnen aufgenommen wird. Ein ganz spontanes Stimmungsbild lesen Sie hier:

Karin W., 61 J., Hannover:
„Häufig passiert es mir, dass ich kein Kleingeld zur Hand habe, wenn ich vor dem Drehkreuz stehe. Dass ist dann schon ärgerlich. Zudem sind die Toilettenräume nicht immer so sauber, wie man es bei dem relativ hohen Preis erwarten kann. Auf der anderen Seite sind die Örtlichkeiten auf den Parkplätzen ziemlich verdreckt. Für Frauen sind sie zudem recht einsam gelegen, was gerade am Abend und in der Nacht unangenehm ist.“

Gisela W., 54 J., Stuttgart:
„Ich habe mich auch in der Vergangenheit immer schon gezwungen gesehen, Geld zu zahlen. Die Servicedamen mit ihren Tellern sitzen ja halb im Weg herum und grüßen einen ständig betont freundlich. Da hatte ich ein viel zu schlechtes Gewissen, um einfach so vorbeizugehen. Außerdem haben die immer das kleine Wechselgeld vom Teller genommen, damit man möglichst größere Münzen ablegte. Die neuen Toiletten sind sauber und den erhaltenen Gutschein kann ich später auch bei anderen Autobahn-Tank-Shops einlösen.“

Martha B., 59 J., Hagen:
„Mittlerweile hat man sich mit dem Angebot ja arrangieren müssen. Schließlich kommt man nirgendwo mehr drum herum, für sein Geschäft zu zahlen. Ob im Bahnhof, in der Fußgängerzone oder eben auf der Raststätte. Die Idee mit dem Gutschein finde ich grundsätzlich gut, allerdings vergesse ich das Einlösen meistens oder habe keine Lust, mich in die Kassenschlange einzureihen. Wenn die Toiletten an der Autobahn dafür sauber sind, ist das Ganze natürlich trotzdem zu begrüßen.“

Fazit: Die Sauberkeit ist das große Plus der neuen Toilettenanlagen. Allerdings ist die Gebühr von 50 Cent nicht für jedermann selbstverständlich. Wer sich jedoch die Alternative, sprich die Parkplatz-Toiletten vor das geistige Auge ruft, dürfte mit den neuen Einrichtungen auf deutschen Autobahnraststätten sicher besser fahren. Also, immer schön Kleingeld bereit halten.

Verschönern durch Verhüllen

Wie viele produktive Arbeitstunden der deutschen Volkswirtschaft durch selbst gehäkelte Überzüge bereits entgangen sind, ist bislang durch keine statische Erhebung erfasst. Auch ist nicht bekannt, inwieweit etwaige Schwankungen in den Exportquoten durch mal mehr, mal weniger erfolgreiche Verkäufe des wollenen Schutzbezugs ins Ausland aufgefangen wurden. Und trotzdem: er umgibt uns quasi täglich und stellt einen wichtigen Teil des bundesrepublikanischen Selbstverständnisses dar.

Der Siegeszug des Klodeckelschutzbezuges liegt natürlich, wie bei so vielen Dingen, in unserer Erziehung begründet. Schon in jungen Jahren wird einem eingebläut, dass alles rund um die Verdauung und die verschiedenen Ausscheidungsrituale irgendwie schmutzig und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Rückt solch eine Handlung doch einmal in den Mittelpunkt, fühlt sich unsereins peinlich berührt. Folglich müssen Gegenstände, die im direkten Zusammenhang mit Verdauungstätigkeiten stehen, versteckt, verdrängt oder verhüllt werden. Genialerweise hat der Tatendrang der Deutschen vor der Toilette nicht halt gemacht. Beweis dafür sind umhäkelte Toilettenpapierrollen im Auto-Heck, die jegliche Assoziation mit einem WC kunstvoll zunichte machen. Kein Wunder also, dass sich hierzulande offene Bidets wie in Südeuropa nicht durchsetzen konnten, und statt dessen der Klodeckelschutzbezug die Nase vorn hat.

Setzen – ungenügend! Männer auf dem Klo

Wenn Alkohol im Spiel ist, fallen alle Hemmungen. Dann entleeren manche Männer ihre Blase wo sie gerade gehen und stehen. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern auch im Wortsinn ätzend. Denn der scharfe Urin greift die Bausubstanz von Häusern an. Im Londoner Vergnügungsviertel Soho haben die Behörden daher jetzt reagiert. Sie stellen am Wochenende Plastik-Pissoirs an den einschlägigen Brennpunkten auf. Der Erfolg der Maßnahme hat sicherlich auch mit einer Geldstrafe von 75 Euro zu tun, die jedem droht, der weiterhin wild pinkelt.

Solch drastische Maßnahmen sind im häuslichen Umfeld schwer durchzusetzen. Und so verfallen kreative Frauen auf experimentelle Ansätze, um den standfesten Partner zum Setzen zu bewegen. Manche kleiden die Toilette mit Zeitungspapier aus, um dem Missetäter anhand eines feuchten Sprinkelmusters zu verdeutlichen, wohin sich sein Strahl überall verirrt. Auch ein Glas Milch, aus halber Höhe ins Klo gegossen, hinterlässt eindrucksvolle Spuren rund um die Schüssel. Doch nach einem gemurmelten Hinweis auf seine angebliche „Männlichkeit“ verharrt der aufrechte Partner meist in der Vertikalen.

Geht es am Ende gar um Reviermarkierung oder tierisches Imponiergehabe? In diesem Fall können Frauen von Glück sprechen, dass der Mann nicht vom Panda abstammt. Die Bärenmännchen urinieren nämlich gelegentlich sogar im Handstand. Damit platziert er seine Flecken an höher gelegenen Stellen – und das bedeutet einen höheren sozialen Rang!

Energie aus der Hose

Im Zuge hoher Benzinpreise und insgesamt steigender Energiekosten lässt eine Nachricht aus Singapur aufhorchen. Dortige Forscher haben eine Batterie entwickelt, die ihren Strom über Urin erzeugt. Dabei bedienen sich die Wissenschaftler einer Kupfer-Magnesium-Verbindung, die wie ein „Sandwich“ in zwei Plastikfolien eingeschoben ist. Dieses papierdünne Kleinkraftwerk wird bereits durch einen Tropfen Urin in Gang gesetzt und erzeugt daraus 1,5 Milliwatt Strom. Dass aber zukünftig Elektrogeräte wie Fernbedienungen oder Wanduhren mit Urinbatterien betrieben werden, scheint bislang noch nicht realistisch.

Allerdings eröffnet dieses moderne Verfahren zahlreiche neue Chancen für die Medizintechnik. Im konkreten Fall treibt die „Urin“-Batterie nämlich einen Biochip an, der wiederum die Analyse des aufgetragenen Harns vornimmt. Da sich Urin aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung sehr gut für die Diagnose einzelner Krankheiten eignet, lassen sich durch diesen Test beispielsweise Glukosekonzentrationen im Körper und damit das Risiko einer Diabeteserkrankung näher bestimmen. Diese Entwicklung folgt einem Trend hin zu immer kleineren und preiswerteren Medizingeräten, die mehrere Krankheiten auf einmal testen können und ihre Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit präsentieren.

Um vielleicht doch bald die TV-Fernbedienung mit Urinbatterien betreiben zu können, bedarf es aber noch einiges an Tüftlerarbeit. Erst deutlich größere Speicherbehälter für Batterien sind in der Lage, die nötigen Kapazitäten zu erreichen. Aber wer weiß bei der heutzutage rasanten Entwicklung schon zu sagen, ob wir nicht bereits in ein paar Jahren in Elektrobussen mit großen Urinspeichern unter uns fahren werden?

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